Blogbeitrag

Mobbing – meine Gedanken

  • Leere, sich klein Fühlen, wütend auf die anderen, wütend auf mich
  • Wie konnte das wieder passieren? Was habe ich getan? 
  • Womit habe ich das verdient?

Alles Gedanken aus der damaligen Zeit an die ich mich immer gut erinnere. 
Scham, Wut, Enttäuschung. Wenn die vermeintlich beste Freundin plötzlich zur Feindin wird. 
Das macht viel mit dir. Es hat viel mit mir gemacht. 

Ich habe jahrelang den Fehler bei mir gesucht und gedacht ich bin falsch. 
Zu laut, zu doof und überhaupt nicht lustig. Meine Witze wurden nicht verstanden und meine Art zu denken war komisch. Ob das an mir lag? Ja! Ich war und bin wie ich bin. Mein Umfeld war nicht passend für mich und mein Sein. 

Hinzu kam, dass ich nicht auffallen wollte. Ich wollte in der Masse mit schwimmen. Ich wollte dazugehören und mich anpassen. Da war ich jedoch unauthentisch und vermeintlich  klein. 

Ich muss auf andere immer noch RIESIG gewirkt haben, denn sonst ist Mobbing nicht möglich. 

Eine Person die mobbt, weiß es manchmal gar nicht. Es ist ihr nicht immer bewusst. Eine Person die Mobbing  betreibt hat oft ein sehr kleines Selbstbewusstsein und fühlt sich selbst sehr klein. 

Da kommt dann eine vermeintlich strahlende Person und versprüht ganz anderes Vibes. Die wird dann schnell auf das eigene Gefühlsniveau herunter geholt. Natürlich gibt es auch die bewussten Mobber. Die weh tun WOLLEN. Die piesackten und mit Worten und Taten verletzten. Sie wollen Aufmerksamkeit, den. Hinter jedem Verhalten steckt eine Geschichte. 

Wir dürfen in unserer Gesellschaft lernen hinzusehen. Lernen uns in jede Seite hineinzuversetzen. Unsere Worte zu überdenken, bevor wir sie auf andere loslassen.  Denn wie würdest DU dich fühlen, wenn DEINE Worte  an dich gerichtet werden?

Willst du gerade andere verletzen, weil du dich verletzlich fühlst? Weil du dich angegriffen fühlst? Denkst du vielleicht: Soll der oder die anderen erstmal aufhören, dann höre ich auf?

Beginne immer erst bei dir selbst!

Entscheide dich für einen Weg und wenn du Frieden möchtest, finde erstmal den Frieden in dir selbst. Höre auf andere zu verletzten, dann kann dein eigener Schmerz heilen. 

Gerne stelle ich mich hier vor. 

Ich bin Alexandra Schwenke, verheiratet und 2 Jungs im Teenageralter. 

Ich arbeite als Coach im Bildungsbereich und sehe mich als Begleiterin. Mein Schwerpunkt ist die Begleitung beim Thema Mobbing, wo ich mit Kindern im Grundschulalter bis hin zu Erwachsenen arbeite. 

Ebenso unterstütze ich bei Lern- und Prüfungsängsten, Lernmotivation und gebe mein Wissen zu Gehirn-gerechten Lernmethoden weiter.  

Ich studiere zur Zeit Bildungswissenschaft an der Fernuni Hagen und habe mich weitergebildet als Emotionscoach. So kann ich in all diesen Bereichen sehr vielfältig unterstützen. 

Ich gebe meine eigene Erfahrung im Bereich Mobbing weiter. Ich habe begonnen meine eigene Geschichte zu erzählen. Wie es entstanden ist und wie es mich blockiert hat. Auch wie ich diese Blockaden auflösen konnte.

Was ist Mobbing?

Ausgrenzung… Wieso Grenzen Menschen andere aus oder machen sie schlecht?
Nörgeln rum und pieken in die vermeintlichen Schwachstellen?

Sie wollen Dinge / Posten Erlebnisse haben, die die andere Person hat. So wollen dies selbst auch für sich. Mobbing ist Neid und Frust auf sich selbst. Beim mobben hat man schlechte Gefühle und versucht das Gegenüber zu sich runterzuziehen. Der / die andere soll sich genauso scheisse fühlen, wie man selbst. 

Anstatt sich darauf zu fokussieren sich gut zu fühlen. Etwas ähnliches zu bekommen oder auch das zu erreichen was andere haben. 

Mobber haben ein bewusstes und unbewusstes Gespür für Schwachstellen. Sie reizen das Gegenüber bis aufs Blut. Bis sich die andere Seite klein, hilflos oder verletzt fühlt. Sie suhlen sich in diesen Gefühlen wie ein Schwein m Dreck. Sie brauchen dies förmlich um sich selbst zu fühlen. 

Sie wurden oft schon selbst übersehen oder zurückgesetzt. Sie fühlen sich selbst schlecht. Sie wissen es ganz genau, wie sich manche Worte und Handlungen anfühlen. Ob bewusst oder unbewusst. Es tut scheisse weh und verletzt sehr tief. Manche Wunden brauchen zur Heilung Zeit und können Narben auf der Seele hinterlassen.   

Aufhören gegen die Muster anzukämpfen, denn sie werden so verstärkt. Loslassen heißt durchgehen, fühlen und verändern. Alles wo ich Wichtigkeit reingebe, entsteht Druck und Widerstand. So werde ich nicht in Ruhe gelassen, sondern alles wird schlimmer. Werde ich geärgert/gemobbt und ärgere ich mich darüber. Verzweifel an mir selbst, dann wird nur die Verzweiflung größer. Lasse ich einmal dieses Gefühl in mir hochkommen. Fühle es in meinem Körper, weine, schreie oder trauere, dann kann das nächste Gefühl kommen. Das was dahinter liegt kann dann die Lösung sein. Das berühmte „ignoriere die anderen“ kann gefühlt werden oder einfach nur Toleranz oder Gelichgültigkeit des Mobbers gegenüber. Er oder sie fühlt sich durch dich. Will mehr fühlen oder dich fühlen lassen wie sich selbst. Scheisse! Der oder Mobber finden unbewusst und auch bewusst deine Schwachstellen und streuen Salz in diese Wunden. Sie lassen Testballons hoch. Das kann sein: Deine Mutter ist Scheisse. Dein Papa ist doch schwul. Ich spiele nicht mit dir weil du stinkst. Du bist doof, weil du nicht xy machst. Was redest du da für einen Müll. Wer bist du, dass du so was sagen kannst. Wie du hast eine 1 in Fach xy? Streberleiche! Du hast die Note nur bekommen weil du dich eingeschmeichelt hast. Du bist doch sonst auch schlecht in diesem Fach. 

Wer kennt solche Sätze aus der eig. Vergangenheit. 

Das Schlimmste ist, wenn dein Kind nach Hause kommt und dir ähnliche Geschichten berichtet. Die Geschickte, deine Geschichte scheint sich zu wiederholen. Denn darum ist es wichtig auch mit dir als Elternteil zu arbeiten. Wenn du deine Winden der Vergangenheit nie wirklich verarbeitet hast, wie willst du Heilung an dein Kind weitergeben? Mir wurde als Kind von meinen Omas und meiner Mama gesagt: Wenn du Erwachsen bist hört das auf! 

Bullshit! Es hat erst aufgehört als ich angefangen habe meine Gefühle aufzuräumen. Gelernt habe meine Emotionen zu regulieren und loszulassen. Innere Bilder verändert habe oder die Stimmen der anderen leise gedreht habe. Ich habe die Bilder und Töne aus der Vergangenheit von den negative Emotionen gelöst. Die Erinnerungen sind die Narben, die immer noch da sind. Sie schmerzen nur nicht mehr. Ich weiß noch was geschehen ist, doch es tut nicht mehr weh. 

Das ist es was ich mache. Ich helfe dir durch Fragen oder Anregungen/Impulse dir diese inneren Geschichten gewahr und bewusst zu machen. Sie hochzuholen und einmal bis zum Ende zu durchfühlen. Danach diese Bilder aus dem Kopf verschwinden zu lassen oder diese Stimmen leise zu drehen. 

Das hört sich vielleicht merkwürdig an. Das ist auch rational oft nicht erklärbar. Das muss und darfst du und dein Kind  einfach einmal selbst durchleben. Das ist es was ich mache. Ich bin bei dir und wir bleiben dran. Durchleben, durchfühlen. Angeleitet deine blinden Flecke zu betrachten. Ein blinder Fleck sind die Dinge in dir, die unbewusst ablaufen. Glaubenssätze ist eins. „Glaubensgefühlmuster“ sind etwas ganz anderes. 

Nach dieser Zeit mit mir seid ihr nicht fertig oder alles ist weg. Es ist ein Neubeginn. Wie bei einer Zwiebelschale durften die ersten Muster wie die Schale einer Zwiebel abgelöst werden. Es geht dir und deinem Kind besser und ihr könnt weiter heilen. 

Es ist ein Teil des Weges den ich mit euch gehe. Eine andere Abzweigung. Vielleicht reicht es dir aus, vielleicht kommen andere Dinge später hoch. Vielleicht brauchst du danach die Unterstützung von einer anderen Person oder du kommst nochmal zu mir? 

Du sollst jedoch nie abhängig sein von mir. Ich möchte das ihr selbst entscheidet wohin die Reise geht. Nicht ich gehe deinen Weg. Ich habe meinen eigenen. Ich habe mich und meine Geschichte. 

Dennoch erzähle ich dir gerne was du machen kannst. Verändern kannst. Wie du es machst. Ausführen ist dein Part. Deine Entscheidung wie weit und wie tief du gehst oder dich darauf einlässt. Wie sehr dein Kind dies macht. Auch ohne Druck. Jeder Mensch entscheidet für sich. Jeder Mensch fühlt anders. Jeder Mensch hat eigene Ansichten, Perspektiven oder Päckchen. 

Und dennoch sind sich alle Themen so ähnlich. 

Man wird nicht gemobbt – man lässt es zu gemobbt zu werden. 

Erst wenn man sich eingesteht Teil des Systems Mobbing zu sein, kann man da heraus treten. 

Im Dramadreieck war ich das Opfer und die Mobber die Bösen. Meine Helden sollten gefälligst mich da raus holen. Meine Eltern, meine Lehrer. Als sie das nicht konnten wurden sie zwischenzeitlich auch zu den Bösewichten. 

Ich war weiter das Opfer das jammerte und andere mit sich machen ließ was sie wollten. Ich habe mich nicht gewehrt. 

Als ich diesen Menschen verziehen habe  und verzeihen konnte, fing mein Weg der Heilung an. 

Ich mache Menschen bewusst wie sie sich aus ihrer unbewussten Mobbing Opfer Haltung befreien können

Wieso nicht nur die Mobbing Opfer Opfer sind

Wieso ein Mobber auch Opfer ist und wie ihr da raus kommt. 

Es geht immer um Macht. Wer ist besser, größer oder besitzt mehr von irgendwas. Macht wird oft missbraucht, um andere zu unterdrücken. Es entsteht ein Gefälle, in dem der eine den anderen zu unterdrücken versucht. Immer wieder diese Angst verspürt diese Macht zu verlieren. Doch man kann nichts verlieren, was man nicht hat. Macht hat mit Verantwortung zu tun. Wer Macht/Ansehen oder eine besondere Gabe besitzt darf sie einsetzten, um andere zu schützen und niemals um die Macht für sich zu schützen. 

Ein Mobber hat also nur Angst seine eig. Macht zu verlieren, indem er seine innere Angst auf andere überträgt. Diese lassen es zu und lassen sich unterdrücken. Die anderen, die zusehen, haben ebenfalls Angst und sind gleichzeitig froh, nicht dran zu sein. Manche machen sogar mit, um dem vermeintlich starken Anführer ihre Loyalität zu beweisen. 

Es fängt bei den Jüngsten an. 

Kinder werden im Streit angeschrien, dass sie sich endlich vertragen sollen!

Sie lernen in dem Moment das jemanden beschämen der richtige Weg ist. 

Ausgrenzung oder beschuldigen die Möglichkeit sich gut zu fühlen. 

Partei ergreifen gehört dazu und Schuldige suchen. 

Alles Bedingungen die Mobbing den Weg in jungen Jahren ebnen können, denn Kinder lernen von uns indem sie alles nachahmen. 

Darum hörst du dich und deine Worte aus dem Mund deines Kindes. 

Du siehst dich oder das andere Elternteil in den Gesten und hörst den Tonfall. 

Wir Menschen können nicht anders als nachahmen, was wir für sinnvoll, gut oder effektiv anerkennen. Sei es bewusst oder unbewusst. 

Das ist Lernen. Soziales Lernen  

Und

Das ist der Weg von Druck gegen Druck. Leider erlebe ich das oft bei meiner Arbeit. 

Ich 

Überforderung und oft auch nicht Wissen über friedliche Kommunikation, Diplomatie oder Konfliktlösung. 

Die vermeintlich schnelle Lösung ist der Blick der Erwachsenen auf das was sie gesehen oder gehört haben. Direktes entscheiden wer „schuldig“ ist und wer nicht. 

Ich gehe eher konform mit der Art von Rosenberg. Einfühlen in die Situation und Verständnis erzeugen von beiden Seiten. Oftmals kommt nämlich heraus, dass der Ursprung eines Streits ganz anders abgelaufen ist, als er sich für mich zunächst dargestellt hat. 

Alleine die Frage: Wie fühlst du dich, wenn dein Freund/Freundin das mit dir gemacht hätte? 

Das gesagt oder getan hätte, was du gemacht hast. 

Bei Kindern kommt das Verständnis sehr viel schneller. Ebenso eine Lösung oder Entschuldigung. Von beiden Seiten. 

Ich halte es auch gerne mit Jürgen Habermas. Im Falle eines Falles beenden wir die Diskussion damit, dass Jede*r die eig. Meinung behalten darf und die andere Seite sie behalten lässt. Dann ist die Einigung, dass wir uns nicht einig sind und lernen zu akzeptieren. 

So lange das Gegenüber nicht verletzt wird. 

Da gilt dann auch der Satz von Rosa Luxemburg:

„Freiheit ist die Freiheit anders Denkender.“

Das ist Teil meiner Arbeit. Mein Wissen und meine Erfahrung an Kinder und Pädagogen weiterzugeben.

Mentale Freiheit, die Resilienz erzeugen, die Sprüche der anderen anders wahrnehmen und das Selbstbewusstsein erhöhen, indem du dich größer fühlst. So prallen die Sprüche der anderen an dir ab und du fühlst dich frei. 

Über mich

Ich liebe meine Arbeit, denn ich liebe zu beobachten, was sich beim Gegenüber verändert.

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